Theater im Krieg: Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau

Lirhan2016, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Am 16. März 2022 zerstörte ein russischer Luftangriff das Dramatheater in Mariupol, in dem zahlreiche Zivilistinnen und Zivilisten vor der Bombardierung Schutz gesucht hatten. Einem Teil des Theaters gelang es, die besetzte Stadt zu verlassen und die künstlerische Arbeit im Exil vortzusetzen. Auch in Kyjiw gibt es ein Veteranentheater in welchem Menschen mit Kampferfahrung und kriegsbedingten Verletzungen auf der Bühne stehen, um über ihre Erlebnisse und das Leben nach dem Fronteinsatz zu sprechen.

In zwei Interviews hat unsere Prakitkantin Kristina mit Hennadij Dybowskyj, dem Direktor und künstlerischen Leiter des Theaters in Mariupol und Olha Semioshkina, der Regisseurin und Choreografin des Veteranentheaters in Kiew gesprochen. Beide Geschichten zeigen, dass Theater weit mehr ist als eine Bühne. Es ist ein Ort, der Erinnerungen bewahrt, Raum für persönliche Erfahrungen schafft und Menschen dabei hilft, selbst im Krieg ihre eigene Stimme zu finden.